Ein Schaf fordert den Rücktritt von Bischof Ackermann als Missbrauchsbeauftragter der deutschen Bischofskonferenz. Ein zweites überlegt noch. Hat aber schon mal Fakten gesammelt:

 

Von und für + Dr. Stephan Ackermann, dem Missbrauchbeauftragten der deutschen Bischofskonferenz

In Würdigung seiner Taten für uns arme betroffene Schweine.

In Anerkennung seines Leids mit dem leidigen Thema.

Auch wir sind der Meinung: Null Toleranz gegenüber der Nicht-Tat,

aber Nachssehen mit dem Untätigen.

 

Und für ein Quantanamo für Vertuscherbischöfe.

 

Das Schwarzbuch der Opferverarsche  Teil 1:


Beispiel 1: Treffen im bischöflichen Generalvikariat am 11.01.2012:

 

… Trier – Sexuelle Gewalt verjährt moralisch nie. Zugleich sollten die zivilrechtlichen Verjährungsfristen verlängert werden. Das hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am 11. Januar in Trier betont. Bischof Ackermann hatte die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums und weitere Interessierte zu einem Meinungsaustausch zum Thema „Sexueller Missbrauch“ eingeladen. In dem Gespräch ging es um die Fragen, wie die Aufarbeitung von Fällen sexueller Gewalt gut gelingen kann, wie ein angemessener Umgang mit den Opfern, aber auch mit den betroffenen Gemeinden möglich ist und wie eine Kultur der Achtsamkeit im Bistum Trier noch stärker etabliert werden kann. Rund 200 Interessierte folgten der Einladung des Trierer Bischofs.

 

Hat sich „Unser Stephan“ öffentlich seit diesem Treffen mal hervorgetan als der Verfechter der Aufhebung der Verjähungsfristen? Fehlanzeige. Heiße Luft. Nix als Gewäsch, bubenhaftes Gewäsch, um die Öffentlichkeit zu beruhigen.

Wie Tarzan ohne Jane, - stimmt ja auch, eine Jane ist nicht erwünscht - springt er durch den Missbrauchsdschungel und verfehlt eine Liane nach der anderen. Dazu ein dünnes Stimmchen, das sich im Urwald verliert. „Ich Tarzan, du Opfer?“

Als Fachexperten die drei Affen im Schlepptau: Nichts hören, nicht sehen, nichts sagen!

 

 

Beispiel 2: selbe Veranstaltung:

 

... Zudem sei es, wenn ein Fall sexueller Gewalt bekannt werde, wichtig, dass es seitens der Verantwortlichen des Bistums auch eine intensive Sorge um die Gläubigen in der betroffenen Pfarreiengemeinschaft gebe, vor allem um die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. 

 

 

Dann schau mal nach Köllerbach, da sorgst Du dich so sehr, dass die Köllerbacher (Versetzung Gemeindereferentin Fr. Thewes, staatsanwaltschaftliche Ermittlung gegen Klaus Leist, Mobbing gegen Pfarrer Ittmann und Pater Gorges, vermeintlicher Missbrauchstäter sitzt noch im Gremium der Gemeinde, etc...) keinen Platz mehr im Kalender haben. So viele Treffen haben dort schon stattgefunden. Oder?

 

… in Burbach (Fall Konstroffer) hat sich bisher auch keine Sau sehen lassen. Die würden Dir mal ordentlich den Marsch blasen in Burbach. Wenn Sie denn könnten.

 

Beispiel 3: nochmal selbe Veranstaltung

 

 ... Der Bischof und die Teilnehmer an dem Meinungsaustausch verständigten sich darauf, dass dieser fortgesetzt werden soll.

 

Jetzt ist es September: Bischof Ackermann lässt den Prozess der Terminklärung über seinen Präventionsbeißer Dr. Zimmer verschleppen. Die Saarbücker Initiative hat bis heute keine Antworten auf die am 11. Januar 2012 gestellten und im Anschluss überreichten Fragen erhalten. Der Termin für ein zweites Treffen ist noch nicht vereinbart. Bischof Ackermann möchte sich eben keiner öffentlichen Kritik mehr aussetzen. Und jetzt hat er keine Lust mehr oder Angst, dass er sich ein zweites Mal blamiert.

 

Ach ja, da steht ja auch „soll“ und nicht „wird“. Offen und unverbindlich formuliert!

Das nutzen wir jetzt auch mal: „Soll“ er zurücktreten, oder „wird“ er zurücktreten?

Beides erwünscht!

 

Quelle: Bistum Trier vom 13.01.2012

 

Beispiel 4: Meldung vom 07.04.2012

 

… Der Trierer Bischof amtiert seit zwei Jahren als Missbrauchsbeauftragter der katholischen Kirche in Deutschland. Unter dem Druck der neu entbrannten öffentlichen Diskussion um pädophile Priester werden sich die Bischöfe nach Informationen des "Trierischen Volksfreunds" auf ihrer Herbstvollversammlung 2012 mit dem Thema befassen.

 

Auszug aus dem Interview mit dem TV aus 04/2012:

 

… Herr Bischof, Sie wurden zuletzt kritisiert, weil Sie in Ihrem Bistum Priester weiter beschäftigen, die sich des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht haben. Warum lassen Sie sie im Dienst?

Ackermann: Ich handele in Übereinstimmung mit den Leitlinien der Bischofskonferenz, die unter breiter Beteiligung von Experten sowie im Gespräch mit Opferschutzverbänden (Anm.: es existieren keine Opferschutzverbände !, Es exisitert eine nicht autorisierte Bundesinitiative, die Frau Bergmann aus dem Boden gestampft hat, und die kein Mandat hat, Betroffene zu vertreten!!!)  erarbeitet worden sind. Danach kann ein Pfarrer oder kirchlicher Mitarbeiter, der sich des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger schuldig gemacht hat, nicht mehr in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden. Allenfalls ist noch ein eingeschränkter Einsatz unter Auflagen möglich. So vorzugehen, dazu haben uns alle Experten insbesondere unter präventiven Gesichtspunkten geraten. Ob und wie jemand weiter glaubwürdig als Priester arbeiten kann, wenn er Missbrauchstäter geworden ist, das ist die Frage, der wir uns zu stellen haben. Auch mir selbst – das gestehe ich offen ein – sind die unterschiedlichen Dimensionen dieser Frage nun bewusster geworden.

Was ist Ihre Meinung dazu?

Ackermann: Wir haben uns vor zwei Jahren dazu verpflichtet, die Sorge um die Opfer in den Mittelpunkt unserer Überlegungen stellen zu wollen. Das haben wir getan. Nun kreisen die aktuellen öffentlichen Diskussionen um die Täter-Frage. Diese ist bei der in den nächsten Monaten anstehenden Überprüfung der Leitlinien unbedingt zu berücksichtigen. Hier gibt es wirklich Nachbesserungsbedarf. Dafür stehe ich auch als Beauftragter der Bischofskonferenz ein.

 

Andere Quellen hierzu:

 

 

http://www.domradio.de/aktuell/81070/gegen-den-generalverdacht.html

 

Nach Abschluss der Herbstvollversammlung der deutschen Bischofskonferenz in Fulda ist in den Pressemitteilungen, oder auf der Webseite der dbk, oder in sonst einem Bischofskonferenztreuen Käsblatt nix, aber auch gar nix davon zu finden.

Nicht mal eine Ankündigung, dass die Bearbeitung des Themas verschoben wurde.

 

http://www.dbk.de/presse/details/?presseid=2183&cHash=0ffc1d5d1b8638f761afa2e438ee44a9

 

Und dass das in 2013 in Trier (Frühjahrsvollversammlung) wohl auch nix wird, scheint dieser Teil der Presseerklärung von Zollitsch zu belegen:

 

...Im Zusammenhang der Schwerpunktsetzung der Bischöfe wurde in Hannover auch die Frage der Rolle der Frauen angesprochen. Wir sind daran interessiert, Frauen in kirchliche Verantwortung zu bringen. Diesem Thema und möglichen Verabredungen ist der Studientag der nächsten Vollversammlung (2013) in Trier gewidmet.

 

Und das nenne ich einfach mal: „Wir spielen Opferverarschen“, ist ja auch gerade ganz ruhig in Missbrauchssachen.

 

Langsam darf man einen Heini auch mal Heini nennen. Ob geweiht oder nicht!

 

Nochmals: Um die Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier zu retten, hat Ackermann am 07.04.2012 großspurig oder kleinlaut, es kommt auf die Betrachtungsweise an, bekanntgegeben, dass die Herbstvollversammlung (Anm.: Es ist Herbst) der Mützchenträger und Krummstabschwinger zu der Überarbeitung der Leitlinien beraten wird.

Und, was passiert? Nada, nix. Still und heimlich unter den Tisch gefallen.

 

Was soll man einem solchen Missbrauchsbeauftragen noch abnehmen?


Genau, die Verantwortung für dieses Thema. Dieser Bischof hat sein Vertrauen verwirkt, zumindest in unseren Reihen. Was soll Schaf hier noch glauben?

 

Wahrscheinlich lief die Geschichte im Vorfeld der Herbstvollversammlung so:

 

Anruf Ackermann bei Zollitsch:

 

Ackermann: „Halli, Hallo , hier ist Stephan aus Trier, wir wollten noch die Tagesordnung der Herbstvollversammlung 2012 besprechen.

Hast Du an die Überarbeitung der Leitlinien gedacht?, das hatte ich doch..."

 

Zollitsch: “Jetzt mal halblang, wie oft denn noch, das reicht mir jetzt langsam. Hast Du nix anderes mehr im Kopf? Missbrauch, Missbrauch, Missbrauch!"

 

Ackermann: "Äh, mmh, ja aber ich hatte, vielleicht, hast ja recht, da denkt jetzt eh keiner mehr dran.

o.k., dann machen wir es eben so...."

Zollitsch: „Denk besser mal an die 2010er Spätlese, Du wolltest 100 Flaschen für die AFTER-Work-Party mitbringen!“

 

Ackermann: "Ähm, gut , dann bis bald in Fulda."

 

Super, Stephan! Du bist so standhaft wie ein Springseil!

 

So wünscht Schaf sich einen für sein Wort einstehenden, kompetenten, durchsetzungsstarken, bedingslosen, vorreiterhaften, mit Fachexpertise beschlagenen, von allen Seiten geschätzten Missbrauchsbeauftragten.

 

Genau so - Schwach - .

 

  • Wenn es brisant wird, zieht er den Schwanz ein, mit Hinweis auf laufende Ermittlungen
  • Wenn er entscheiden müsste, taucht er ab
  • Wenn Gefahr droht, haut er eine pubertäre Notlüge raus
  • Und er handelt nur, wenn es gar nicht anders geht

 

Ich glaube, Stephan hat damals als es um die Stellenbesetzung ging aufgezeigt, weil er aufs Klo musste, so wie früher in der Schule. Und schwups war er Missbrauchsbeauftragter.

 

Toller Job, und genauso füllt er ihn auch aus. Vielleicht ist er als Bischof ein toller Hecht, als Missbrauchsbeauftragter ist er ein im trüben Gewässer wühlender Karpfen. Oder Heini, oder wie auch immer.

 

Stephan go home, oder setz mal ein Zeichen, ein sichtbares!

 

Halt mal deine Zusagen ein, das wäre mal ein Anfang! Oder lass deinen salbungsvollen Sonntagsreden mal Montags- bis Freitagsaktivitäten folgen.

 

Oder häng den Job an den Nagel. Ich wüsste da eine Stelle, wo es Nägel gibt.

 

 

Einer geht immer noch:

 

Beispiel 5: Aktuell

 

Fragt mal nach der Pfeifferstudie, da klingt sich unter den Augen von + Ackermann ein Bistum nach dem anderen aus. Die wollen die Personalakten einfach nicht rausrücken. Die wissen genau warum! Tiefenbohrung wollten die machen. Jetzt wird es ein Oberflächengekratze. Da rücken wir mal schnell den öffentlichen Blick auf die Präventionsschulungen. Tausende werden geschult, um hunderte von Missbrauchern zu schützen, vor Aufdeckung, vor Strafe, vor der Öffentlichkeit.

 

In der freien Wirtschaft dürfte Stephan nach solchen grandiosen Erfolgen jetzt nur noch kopieren oder Akten schreddern. Im kirchlichen Raum kann scheinbar jeder soviel machen wie er kann.

 

In diesem Fall dann mal nix, oder Opfer belügen, nicht aktiv, aber durch Nichtstun. Das ist nebenbei gesagt struktureller Missbrauch.

 

Einsames Schaf: Eigentlich sollte er sein purpur Mützchen nehmen und gehen, aber inzwischen hab ich Ihn so richtig doll lieb gewonnen mit seinen süßen Kulleraugen und den roten Bäckchen. Ich schau mir jede Pressekonferenz mit Stephan an. Schön, dass es dich gibt!

 

Schwarzes Schaf: „Schick den Knaller in die Wüste, oder als Praktikant zum Glaubenskongregationsmüller nach Rom. Der zeigt ihm, wie es noch peinlicher geht.“

 

Lamm Nr. 3: „Hoffentlich präventiert der sich nicht zu Tode mit den Tausenden zu Schulenden.

Der Bischofsfahrer hat seine Präventionsschulung übrigens bestanden. Er hat bereits jetzt eine Sitzerhöhung für Kinder im Kofferraum liegen und der nächste Dienstwagen von Stephan hat auch eine Isofix-Kindersitzvorrichtung. Gegen das adaptive Kinderfickerfrühwarnsystem hat sich Dienstherr Ackermann allerdings standhaft gewehrt.

 

Bischof Ackermann wollte lieber einen DVD-Player in der Rückenlehne des Beifahrersitzes, um Filmchen zu schauen. 

 

MÄH!