Voll verpeilt, die Käppiträger - oder: Tage der Stille folgen Tagen der übermächtigen Medienpräsenz.

 

Die Heilig-Kittel-Wallfahrt ist nun zu Ende und der Katholikentag auch. Gott sei Dank! Diesen Dauerstress hält kein Schaf aus, denn ständig flattern Falschmeldungen, widersprüchliche Pressemeldungen und die Selbstbeweihräucherungsattacken der bischöflichen Pressestelle gefragt oder ungefragt über den Weidezaun in unser improvisiertes Pressebüro.

 

Recherchearbeit unter Burn-Out-Bedingungen forderte längere Atempausen, denn die ersten Schafe mussten schützende Weiden aufsuchen.

 

Auch die Weite - für Schafe ohne Personalausweis im Frachtraum einer Boing 737 reisend - nach Berlin zum Jour Fixe des Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fagen des sexuellen Kindesmissbrauchs war kräftezehrend.

 

 Und trotz oder wegen diesen Anstrengungen sehen wir erste Erfolge in der Arbeit.

 Die Diskussion ist angefacht, erst leise und warm, jetzt lauter und mit der notwendigen Hitze.

 

Und jetzt mal die Meldung der Woche und mal eine Aussage, die steht:

 

Generalvikar für Null-Toleranz bei straffällig gewordenen Geistlichen


Kein Weg zurück

... Nach den Skandalen um sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche hält der neue Generalvikar des Kölner Erzbischofs, Stefan Heße, den erneuten Einsatz von straffällig gewordenen Geistlichen kaum für möglich. Als praktikable Lösung bleibe im Grunde nur die Null-Toleranz - die Entlassung aus dem kirchlichen Dienst, sagte Heße.

 

Unsere Weicheipiloten im Bistum Trier verschlucken sich eins ums andere an Ihren "Äh's", "Hm's", "kann sein", "muss", "soll", "darf", "äh", "vielleicht", "sollten wir", "haben wir schon" - und Nutella schmeckt ja auch. Da hat man als Analyseschaf bisweilen Brechreiz bis Oberkante Oberlippe.

 

Und der junge, sympatisch dreinschauende Generalvikar favorisiert unmissverständlich NUTOKA: Null Toleranz - Keine Ausreden.

 

Der hat es kapiert, der sieht Nulltoleranz als Gesamtwerk, als die vollendete Verschmelzung der Tat mit dem, der die Tat begangen hat. Verblüffend, dass die rituelle Zerlegung von Tat und Täter durch Bischof Ackermann auch anders gesehen werden kann. Da hoffen ganze Schafsgenerationen, dass solche Stimmen nicht in der kommenden Sommerhitze ausdörren.

 

Da nagelt einer mal die fehlenden Latten an den Zaun. Der weiß wo der Hammer hängt.

Unser Wink mit einem Zaunpfahl an dieser Stelle: Jetzt nur nicht hinter Auslegungsdiskussionen "Wann-ist-ein-Priester-straffällig?" verstecken... ! Danke! Bitte!

 

 Also, der Generalvikar, und das sind ja keine Kleinen im großen Getriebe der Bistümer, zeigt Flagge.

 

Jetzt nur schön im Wind halten. Herr Heße, wir werden es verfolgen und finden es schweineschade, dass Du im Bistum Köln wirkst.

 

Und kaum verfasst passiert es uns wie bei einem vorzeitigen Samenerguss, der Herr Heße ist ja doch sehr uneindeutig gewesen. Zumindest hat Skydaddy unsere orgiastische Vorfreude da nach aufwendiger Recherche eindeutig gebremst.

 

http://skydaddy.wordpress.com/2012/05/28/erzbistum-koln-weiterer-einsatz-von-missbrauchstatern/

 

Unsere Neuer in spe, "Special Agent" for big events, ist Herr Bätzing, wallfahrtsgeschädigter, pressebekannter Anfänger in Sachen Missbrauchsfragen (so hofft unser Kriminalschaf zumindest).

 

Ob der mit ähnlichen Wagnissen vorpreschen wird? Wohl kaum! Der ist eingenordet und wird sich dem Mainstream des Bistums Trier nicht entgegenstellen. Wetten? Obwohl unser Spielsuchtschaf diese Wette gerne verlieren würde! Wir setzen mal 10 Betroffene im Kinderroulette auf Schwarz. Herr Bätzing, Ihr Einsatz? 5 verurteile Missbrauchspriester auf Rot? Wenn wir gewinnen, kommen die sofort raus aus der Seelsorge!

Ackermann oder Ackermännchen weilt in Urlaub (hoffentlich nicht in Thailand) oder vielleicht ist er - ähnlich wie der Regensburger Faxenbischof Müller - auf Suche nach neuen PR-Wegen...

 

Der posiert jetzt im Trainingsanzug. Nur für wen? Für die Sportjugend?

 

http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/410424_Bischof-Mueller-im-Trainingsanzug.html

 

Dann könnte unser Schizoschaf glatt auf komische Gedanken kommen: „In meiner Freizeit mach' ich, was ich will, da trainiere ich die Kleinen der DJK Aschbach, die sind so dankbar, wenn sich jemand um sie kümmert."

 

Manches erledigt sich aber schnell, und vielleicht hätte ein Glanzanzug besser gewirkt.  Auch mal eine Schlappe für Serienbrief-Müller:

 

http://www.wir-sind-kirche.de/?id=129&id_entry=4045

 

Da fällt unserem Historienschaf ein, dass ein DJK-verbandelter Priester aus dem Bistum Trier ja beurlaubt wurde, und dass es keine Verlautbarungen gibt, was derzeit Stand der Dinge ist!

 

Wie sollen wir das nun werten? Ist das Tier zu hoch, als dass man ihn mal ordentlich anpisst, oder ist der Stephan zu viel Bub, um einem altgedienten Großkopferten Paroli zu bieten? Hier nochmal ein Hinweis:

 

 Rätselschaf: "Der Beschuldigte (also mutmaßliche Täter) kommt aus Friedrichsthal/Saar, ist ein etwas älterer Priester und Träger des Bundesverdienstkreuzes. Sein Name wurde bisher nicht genannt, aber eifrige Google- und Wikipedianutzer können sich jetzt mal auf die Suche machen." Achtung! Bisher handelt es sich um eine Beschuldigung, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Wird wohl wieder auf Verjährung rauslaufen."

 

 Große Schafsbitte: Sollte jemand im World Wide Web Opfer dieses wiederholt papsthändeschüttelnden Priesters geworden sein. Bitte melden!!! Nur Mut, auch wenn es Jahre zurückliegt! Auch wenn der feine Herr dem Bistum anwaltlichen Druck macht, und klein Stephan kuscht, wir werden jetzt mal das Kuratorium des Forums deutscher Katholiken dazu befragen. Mal sehen, wie die reagieren....   

 

http://forum-deutscher-katholiken.de/htm/kuratorium.html

 

Die Aktionen unseres Netzwerkes in den vergangenen Wochen haben viel Futter gekostet. Wir wurden beschimpft, ermutigt, belächelt, unterstützt und teils angegangen. (Am härtesten übrigens von Priesterseminaristen).

Doch eine Tatsache hat unser Hoffnungsschaf in eine Art Paralisierung getrieben: Stephan hat sich bei keiner Aktion während der Kittelausstellung an unserem Stand gezeigt. Mal die einfachen Wege gehen, den Kontakt suchen, mit denen sprechen, die es angeht. Nee, kein Interesse!

 

Stattdessen lässt er sich lieber öffenlich brüskieren von einem Bischof, der dann doch kurzerhand den Ablass gewährt. Und Stephan steht artig daneben, wie ein Pennäler in kurzen Hosen und Wollstrümpfen.

 

Anderseits scheint sein zweites Ich an manchen Tagen die Oberhand zu gewinnen und er taucht wie Phönix aus der Asche zum Spontanbesuch im Schwulen-und Lesbenzentrum auf (Sehnsucht nach menschlicher Nähe?). Nein, der ist einfach PR-geübt, denn er musste ja noch die Piusbrüderscharte auswetzten, die völlig ungeniert mit 2.000 (?) Teilnehmern die Wallfahrt beehrten.

 

Einfache Milchmannrechnung? Nee, saudurchsichtig diese Manöver!

Unser Politikschaf meint dazu: Der ist ferngesteuert, der will die ganz rechten und die ganz linken Katholiken einfangen, am Rande der Gesellschaft fischen, damit ihn unser B 16 nach Rom beordert. Er sieht sich höheren Aufgaben entgegen. Aber AUF GABEN können auch Scheitern bedeuten, und insgeheim hofft unser Schwarzes Schaf, dass bald mal wieder einem Bischof Missbrauch nachgewiesen wird.

 

Der aus Kanada hat es gespürt, denn der hat die volle Breitseite bekommen, da an anderen Orten der Erde die Nulltoleranz auch so gelebt wird. Ein sehr interessanter Artikel, der zeigt, dass hier schon der Besitz von Kinderpornografie als schweres Delikt bezeichnet wird, und, dass trotz (!!!) eines forensischen Gutachtens, das keine weitere Gefahr bescheinigt eine Versetzung in den Laienstand vollzogen wurde!

 

http://www.kath.net/detail.php?id=36605

 

Und im Missbrauchs-El Dorado Bistum Trier werden die Pornografen versetzt und alles ist halb so wild. Verkehrte Welt. Der Gebrauchsbeauftragte der deutschen Bischofskonferenz hat da einfach andere Maßstäbe.

 

Schwarzes Schaf: Wir schicken Ackermann oder den Amokmüller nach Kanada in Urlaub und jubeln Ihm einen verseuchten Laptop unter.

 

Weises Schaf: Vergiss es, nachher muss irgendein Bistumslaie für die Sauerei bluten. Wer Baumwollfetzen zu heiligen Röcken vernäht (Made in China?), der kann auch andere Sauereien vertuschen. Oder Geldwaschanlagen im Vatikan betreiben. Also: andere Mittel sind gefordert!

 

Erfolgsschaf: Erste Anzeichen von öffentlicher Wirkung zeigt die Reaktion der Klinikleitung des Winterbergklinikums in Saarbrücken auf die Hinweise, dass ein verurteilter Priester dort in der Seelsorge tätig sei. (Zwischenruf: Der Priester wurde damals nicht wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt, dennoch war aus Betroffenensicht sexualisierte Gewalt im Spiel!). Der Priester war Gegenstand des Spiegelartikels vom 19.03.2012.

 

Hier die Stellungnahme der Geschäftsführerin, Fr. Dr. Breßlein:


 „ ... Im Klinikum Saarbrücken sind ein katholischer Seelsorger und zwei Pastoralreferenten, sowie ein evangelischer Seelsorger tätig. Alle diese Personen stehen in keinerlei Dienstverhältnis zum Klinikum, sondern werden jeweils von der Amtskirche entsendet. Es handelt sich um sog. Sonderpfarrstellen. Das Klinikum ist sehr froh über diese seelsorgerliche Begleitung für Patienten und Mitarbeiter. Insbesondere die Ärzte und die Pflegekräfte arbeiten vertrauensvoll mit den Herren zusammen.

 

Nachdem dem Direktorium ( =Krankenhausleitung) bekannt wurde, dass einer der im SPIEGEL-Artikel vom 19.3.2012 erwähnten Seelsorger im Klinikum tätig ist, wurde unverzüglich mit dem Bistum Kontakt aufgenommen. Inzwischen wurde vom Bistum mitgeteilt, dass der betreffende Seelsorger, der seit über einem Monat erkrankt ist, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im Klinikum Saarbrücken eingesetzt werden wird. Das Direktorium nimmt dies mit Erleichterung zur Kenntnis.“

 

Zitat Fr. Dr. Breßlein, Geschäftsführerin Winterbergklinikum, 13.05.2012

 

Anders reagierte die Sonnenbergklinik in Saarbrücken (Saarland Heilstätten GmbH), an der der betreffende Priester ebenfalls eingesetzt wurde:

 

Mittlerweile wurde eine Rechtanwaltskanzlei mit der Prüfung der Angelegenheit beauftragt, die abschließende Presserklärung steht noch aus, aber die Formulierungen der ersten Korrespondenz sind uneindeutig, wir berichten weiter.

Und was zeigt das unserem einfachen, missbrauchten Schaf, das sich da gerade wieder in einem Stacheldraht hängend sieht? Die Welt ist klein und lässt sich innerhalb der Schafsmetropole Saarbrückens abbilden.

 

Winterbergklinik gleich Kanada, Sonnenbergklinik gleich Bistum Trier.

 

Was auf der Winterbergklinik ein No-Go ist, muss 5 km weiter auf der Sonnenbergklinik (Forensik!) erst anwaltschaftlich geprüft werden. Na dann mal los, und Einvernehmen herstellen mit den Vertuschefüllern aus Trier.

 

Analyseschaf: „Ich hoffe nicht, dass die schnelle Handlung der Leitung der Winterbergklinik davon ablenken soll, dass die Vorwürfe gegen den Priester schön länger bekannt gewesen sein sollen.“

 

Wie auch immer: "Eine Reaktion ist erfolgt, und auf die Reaktion der Sonnenbergklinik sind die Lämmer gespannt. Die wollen nämlich nicht länger den geschorenen Arsch für irgendwelche Wölfe hinhalten."

 

So und als letzter Beweis, dass Öffenlichkeit hilft, und das Dinge funktionieren können: die Reaktion des Knappschaftskrankenhauses in Püttlingen, wo ein wegen sexualisierter Hanni-und-Nanni-Filmen auffälliger Priester (Ob verurteilt oder nicht, sagt Euch gleich das Licht) eingestzt war - mal wieder undercover...

 

 „… Wir haben, nachdem wir informiert wurden, umgehend reagiert und dem Bistum Trier gegenüber eindeutig erklärt, dass wir darauf bestehen, dass Herr Sch. nicht mehr in unserer Einrichtung eingesetzt wird.“


 Zitat Dr. A. Ruffing, Knappschaftskrankenhaus Püttlingen

 

Anm.: Das Bistum hat bis heute nicht reagiert, man muss wohl jetzt die Opferung des Priesters vorbereiten. Also weichkochen, bis er aus persönlichen Gründen - krankheitsbedingt - zurückzieht. So wie der Priester auf dem Winterberg. Geile Strategie, im Skandalfall wird der Priester gehängt, das System belibt und die Bistumsleitung hat sich wunderbar an die Richtlinien gehalten. Wir halten uns an die Richtlininien, selbst wenn die Schafsscheiße schon über den Rand der Gummistiefel schwappt. Macht nix, dann machen wir ne Fußwaschung...

 

Anmerkung Schusselschaf: Die SHG-Klinik in Völklingen werden wir auch noch anschreiben, da ist uns durchgerutscht, dass der Herr Vikar ja auch dort als Klinikseelsorger tätig ist. Ob wir da auch die erste Stellungnahme einer Rechtanwaltskanzlei bekommen werden?

 

Und was zeigt uns dieses Handeln? Opferschutz wird hier ( wir hoffen die SHG-Kliniken Sonnenberg und Völklingen - verschiedene Täter  - ziehen nach) konsequent betrieben. Die Rücknahmeverpflichtung der Täter wird den Verantwortlichen des Bistums Trier aufgebürdet. So ist das eben wenn man gleichzeitig Arbeitgeber und heilsverkündende Institution sein will.

 

Übrigens werden wir jetzt auch die anderen Kliniken/Altenheime kontaktieren, zu denen die anderen Kinderpornografen, die aus dem Bermudadreick Völklingen in die Welt entsandt wurden, um Heil zu verkünden, Segen zu spenden und sich an Kleinkindern zu begeistern, die die bettlägerige Oma besuchen. 

 

Und wir werden weiter jeden Lammschänder stellen, den wir ausfindig machen. Unsere einfache Schafsstrategie wirkt: Denn Opfer/Betroffene wenden sich an uns und schildern ihren Fall, weil bemerkt wird, dass sich etwas bewegt, wenn Missbrauch öffentlich wird.

 

Das Gerücht der Woche:

 

„Es geht die Runde, dass das Bistum Trier alle Einrichtungen angeschrieben habe, in denen derzeit – was nun ? Beschuldigte, Verurteilte, potentielle, den Geheimarchiven entnommene, den offiziellen Personalakten entnehmbare Priester in Zusammenhang mit Sexuellem Gebrauch, Kinderpopohauen, Kinderpornos schauen, Mann/Frau das sprengt echt Denkgrenzen... eingesetzt sind. Mit welchem Ziel?

 

Der Bitte um Weiterbeschäftigung? Einer Ablassbitte? Der Zahlung von 2 x 5.000 € im Falle einer Weiterbeschäftigung, unterstützender Lobbyarbeit für den nächsten Krankenhausbettenplan?

 

Presseschaf: „Die letzte Meldung der BILD: „Rückrufaktion für Missbrauchspriester im Bistum Trier abgeschlossen“ ist definitiv falsch!“